Kategorie: Lyrik

Die Zedern des Libanon

Die Zedern des Libanon

Lange nach Eden erstdie Zeder für das Tordes Tempels längst geschlagen aus den Ebenender Blick hoch zu denBergen labte sich am kühlen Schatten träumtevon den Gärten undspringenden Wasserndem Atem unter Büschenund Bäumen Gesangder Vögel und demWohlwollen der Götter.

Was es wert ist

Was es wert ist

Was es noch wert istfestgehalten zu werden die Prüfung bestehtdie Zensur überlebt gefangen in Letternschwarz auf weißwas einzieht in die Dauerdem Vergessen entflieht bleibt vielleicht zufälligeines Tages als Fundfreigelegt vom Staubim heißen Atem des Windes.

Unbewaffnet

Unbewaffnet

Erinnerndwas davon bliebdas Ende nicht vollendeteine neue Seite verbarg aber das BildHäher Gedächtnisverborgen in der Erinnerungnicht wieder rufbar wieweit auch zurückmir aber bleibtdie Erinnerung unklar zurechtgerückt jetztdort aber einsamunbewaffnet.

Forsythien

Forsythien

Als entströmte ihnen das Lichtals hellte es düstere Tageals entstieg ihnen Hoffnung sei morgen ein schönerer Taggefahrlos ruht und freundlichauf ihnen das Auge als stiege hernieder und weilte in ihnenschmerzlos die Sonne.

Gebunden

Gebunden

Gebunden an eine Welt die uns nicht gehört Fremdlinge Unbehauste suchend nach Heimat nichts kennend nicht einmal sich selbst krude Vorstellungen nur verloren in fremden Bildern dem Aufruhr des Daseins entkommen und das Leben verstehen sein und sein lassen.

Als Fels als Wolke

Als Fels als Wolke

Als Fels sprächeich über die Härtedie Folgen der Erosion als Baum überdie Festigkeit des Stammesdas enorme Alter von Artgenossen als Wind stellteich so manchen Vergleich anüber Biegsamkeit und Widerstand als Wasser malteich Zeichen hinterließ Spurenüberall da wo ich war als Wolke säheich Signaturen der Erdeda ihre Kleinheit dort ihre Größe als Mensch träumteich vom großen …

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Zu wenig

Zu wenig

Zu wenig zu langsamnahezu allem hängtein Mangel anErwartung unerfüllt mit überhöhter Geschwin-digkeit von einemOrt zum andernund wieder zurück irgendwo ist das Zielrasende Bilder schrilleTöne nur kurzdie Betäubung außer man verlängert sieMittel beschaffbardie Entfernung wächstwie die Wüste innen und außenunstillbar die Giernach den Reizenhear the mockingbird sing so wenig der alte Mannauf der Bank so langsamsteht …

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November

November

Morgens bereits früh Reifliegt noch auf den Gräsernund Schatten hell klebenklamm an den Ästen kühl zerstreuen die Nebeldas Licht bis sie ihm weichen NovemberSonne ahorngelb über dem Fluß Spiegel der sprach-losen Bäume bewohntvon der Stille einfallendenLichts Antwort gefallener Blätter.

Im Netz

Im Netz

Im Netz der ZusammenhängeAuflösungen Knoten lockern sich die Fangmengegeht zurück zerfasert zum Teildie Festigkeit unklarim Wind schaukeln die Seile absichtslos wer das Verlorene sucht das Erzähltedie Bilder von jenseitswas ihn mit sich verknüpft mit sich selbst mit derWelt und sich verfängtFische im fließenden Wasser im Netz.

Ein Halm ein Strich

Ein Halm ein Strich

Aufsteigend ein Halmein Strich Getreide vielleichtpflanzenhaft und graphitreichvor hellem vor weißem Grund Linien als GesamtheitStruktur fordern Erkennenohne letzte ErklärungReinheit pur als Ergebnis ungestörte Schönheit umstelltden Raum Naturfasern leichtschwebende Samen eingefangenim kaum Sichtbaren Natur allein verfehltediesen Grad an Ordnungsammelte sich ohne Zutunnicht in einer Komplexität höherer Ebenen als Kunstderen Basis und Entstehendiese sich zuschreibt ihremAufwand ihrem …

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